Neurologische Entwicklungsförderung

Die neurologische Entwicklungsförderung nach INPP erlaubt die Diagnose und Behandlung von frühkindlichen, persistierenden Reflexen.

Schon im Mutterleib steuern Reflexe erste automatische Bewegungen, die das Wachstum und die Hirnreifung fördern. Jedes Kind wird mit solchen frühkindlichen Reflexen geboren. Mit dem Fortschreiten der Gehirnreifung und der damit verbunden Entwicklung der Willkürmotorik müssen die frühkindlichen Reflexe jedoch gehemmt und in Halte- und Stellreaktionen umgewandelt werden.

Störende Einflüsse können diesen Entwicklungsprozess beeinträchtigen und bewirken, dass Reste dieser Reflexe in einem nicht klinischen, aber dennoch irritierenden Umfang „aktiv“ bleiben. Die Folgen derartiger neurophysiologischer Entwicklungsstörungen sind dann beispielsweise ausgelassene oder nicht vollständig durchlaufene Bewegungsphasen im ersten Lebensjahr, die als Meilensteine der sensomotorischen Integration gelten. So kommt es zu Einschränkungen in Bewegung, Wahrnehmung, Lernen und Verhalten. Auch Auffälligkeiten in der Sprachentwicklung können in diesem Zusammenhang stehen. Häufig zeigen diese Kinder Symtome von Träumerei oder Hyperaktivität (ADS/ADHS), Ängsten oder anderen Verhaltensauffälligkeiten. Misserfolge in der Schule komplettieren den „Teufelskreis“.

Symptome

 

Um die Auswirkungen solcher Restreaktionen frühkindlicher Reflexe verständlich zu machen, seien hier beispielhaft einige Reflexe vorgestellt, deren Fortwirken sich besonders gravierend auf die Motorik, das Verhalten und die schulischen Leistungen von Kindern auswirken können.

Tonischer Labyrinth Reflex (TLR)

Eine Beugung des Kopfes nach vorne (TLR vorwärts) löst eine Beugung des Körpers aus. Die Streckung des Kopfes in den Nacken (TLR rückwärts) fördert die wichtige Entwicklung aus der Beugung in die Streckung und leitet so die Aufrichtung gegen die Schwerkraft ein. Der TLR ermöglicht dem Baby erste Sinneswahrnehmungen für Gleichgewicht und Raum.

Mögliche Auswirkungen von Restreaktionen des TLR:

  • Restreaktionen des TLR behindern das Krabbeln. Die Krabbelphase ist im Leben des Kindes ein wichtiger Entwicklungsschritt, um Koordination, Gleichgewicht und Augenmuskelfunktionen miteinander zu verbinden.
  • Alle folgenden Halte- und Stellreaktionen entwickeln sich nicht vollständig. Die Folge der mangelnden Kopfkontrolle ist eine Beeinträchtigung der Augenmuskelfunktionen (vestibulo-okularer Reflexbogen). Das Gleichgewicht wird durch fehlerhafte visuelle Informationen negativ beeinflusst. Kinder mit gestörtem Gleichgewicht zeigen deutlich schlechtere Leistungen in der Schule. Das vom hessischen Kultusministerium unterstützte wissenschaftliche „Projekt Schnecke“ belegt dies eindrucksvoll. (Siehe in der Menuauswahl unter „Interessante Links“)
  • Schwierigkeiten in der Seh-, Hör- und/ oder Raumwahrnehmung mit negativen Folgen für die Lautunterscheidung, für die Unterscheidung von d und b, 23 und 32, links und rechts, für das Erlernen der Zeigeruhr oder für die Orientierung in der Zeit.
  • Die irritierenden Rückmeldungen über die eigene Lage im Raum haben häufig auch tollpatschige Bewegungsmuster zur Folge. Die Kinder lassen dann z.B. Teller fallen oder stoßen Gläser um.

Mögliche Restreaktionen besonders beim TLR vorwärts

  • schlechte Haltung – z.B. krummer Rücken
  • Hypotonie (geringe Muskelspannung)
  • Abneigung gegen sportliche Aktivitäten
  • ungenügend ausgebildetes Zeitgefühl, schlechte räumliche Orientierung

und beim TLR rückwärts

  • schlechte Haltung – z.B. Steifheit oder gar Neigung, auf Zehenspitzen zu gehen; oft fällt ein Purzelbaum schwer
  • schlechte Balance und Koordination der Bewegung
  • steife, ruckartige Bewegungen, die Streckmuskeln haben stärkeren Einfluss
  • gering ausgebildete Organisationsfähigkeit

Dagegen helfen die Übungen aus dem INPP-Programm

 

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