Kinder

Kinderosteopathie ist wesentlich sanfter als die Therapie der Erwachsenen. Gerade beim Baby und Kleinkind kommen vor allem die cranjio-sacralen Techniken zum Einsatz, „Einrenken“ ist im weichen kindlichen Gewebe weder nötig noch von Nutzen.

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Auch bei älteren Kindern kann man osteopatisch noch viele Blockaden lösen

und das Kind in seiner Entwicklung unterstützen.

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Eltern sein , speziell in der jetzigen Kultur, ist nicht einfach. Meine Tochter ist erwachsen und ich würde heute vieles anders machen. Für die Kommunikation mit Kindern finde ich das Buch „kleine Gefühlskunde für Eltern“ und die untenstehenden Hinweise sehr hilfreich…  Lassen sie sich Zeit es wirken zu lassen.

Die 12 Straßensperren in der Kommunikation mit Kindern,

aus Gordon: „Familienkonferenz“
 1. BEFEHLEN, ANORDNEN, KOMMANDIEREN

Dem Kind sagen, dass es etwas tun soll, ihm eine Anordnung oder einen Befehl geben:

„Es ist mir gleich, was andere Eltern tun, du machst das, was wir sagen!“ – „Sprich nicht so mit deiner Mutter!“ – „Nun geh‘ zurück und spiele mit Tina und Julia!“ – „Hör‘ auf, dich zu beklagen!“

2. WARNEN, ERMAHNEN, DROHEN

Dem Kind sagen, welche Folgen eintreten werden, wenn es etwas tut:

„Wenn du das tust, wird es dir noch leid tun!“ – „Noch so eine Bemerkung und du verlässt das Zimmer!“ – „Das wirst du bleiben lassen, wenn du weißt, was gut für dich ist!“

3. ZUREDEN, MORALISIEREN, PREDIGEN

Dem Kind sagen, was es tun müsste oder sollte:

„Du solltest dich nicht so aufführen.“ – „Das hättest du aber tun sollen.“ – „Du solltest…..“ – „Du musst Erwachsenen gegenüber immer Respekt zeigen.“

4. BERATEN, LÖSUNGEN GEBEN ODER VORSCHLÄGE MACHEN

Dem Kind sagen wie es ein Problem löst, ihm raten oder Vorschläge machen, ihm Antworten oder Lösungen liefern:

„Warum bittest du nicht Tina und Julia, zusammen hier zu spielen?“ – „Warte noch ein paar Jahre, bevor du dich für ein Studium entscheidest.“ – „Ich schlage vor, du besprichst das mit deiner Lehrerin.“ – „Geh‘ und freunde dich mit ein paar anderen Mädchen an.“

5. VORHALTUNGEN MACHEN, BELEHREN, LOGISCHE ARGUMENTE ANFÜHREN

Das Kind mit Fakten, Gegenargumenten, Logik, Information oder Ihrer eigenen Meinung zu beeinflussen versuchen:

„Das Studium kann die wundervollste Erfahrung sein, die du jemals haben wirst.“ – „Kinder müssen lernen wie sie sich miteinander vertragen.“ – „Wenn Kinder lernen, zu Hause Verantwortung zu übernehmen, werden aus ihnen verantwortungsbewusste Erwachsene.“ – „Als ich in deinem Alter war, musste ich doppelt so viel tun wie du.“

6. URTEILEN, KRITISIEREN, WIDERSPRECHEN, BESCHULDIGEN

Zu einer negativen Beurteilung oder Bewertung des Kindes kommen:

„Du denkst nicht logisch.“ – „Das ist ein unreifer Standpunkt.“ – „Da bist du ganz im Unrecht.“ – „Ich bin vollkommen anderer Meinung als du.“

7. LOBEN, ZUSTIMMEN

Eine positive Bewertung oder Beurteilung des Kindes abgeben, zustimmen:

„Nun, ich finde, du siehst super aus.“ – „Du hast die Fähigkeit, etwas zu leisten.“ – „Ich finde, du hast recht.“ – „Ich bin ganz deiner Meinung.“

8. BESCHIMPFEN, LÄCHERLICH MACHEN, BESCHÄMEN

Dem Kind das Gefühl geben, dumm zu sein, das Kind in eine Kategorie stecken, es beschämen:

„Du bist ein verzogenes Gör.“ – „Hör mal zu, Herr Neunmalklug.“ – „Du benimmst dich wie ein wildes Tier.“ – Na schön, du Baby.“

9. INTERPRETIEREN, ANALYSIEREN, DIAGNOSTIZIEREN

Dem Kind sagen, welche Motive es hat, oder analysieren warum es etwas tut oder sagt; es wissen lassen, dass Sie es durchschauen oder zu einer Diagnose gekommen sind:

„Du bist doch bloß eifersüchtig auf Tina.“ – „Das sagst du, um mir einen Schreck einzujagen.“ – „In Wirklichkeit glaubst du das alles selber nicht.“ – „Du hast dieses Gefühl, weil du in der Schule nichts leistest.“

10. BERUHIGEN, BEMITLEIDEN, TRÖSTEN, UNTERSTÜTZEN

Das Kind dahin zu bringen versuchen, sich besser zu fühlen, ihm seine Empfindungen ausreden, seine Empfindungen zu zerstreuen versuchen, die Heftigkeit seiner Empfindungen leugnen:

„Morgen denkst du anders darüber.“ – „Alle Kinder machen das gelegentlich durch.“ – „Mach dir keine Sorgen, es wird schon klappen.“ – „Bei deiner Begabung könntest du ein ausgezeichneter Schüler sein.“ – „Das habe ich früher auch gedacht.“ – „Ich weiß, die Schule kann manchmal ziemlich langweilig sein.“ – Mit anderen Kindern verträgst du dich doch sonst sehr gut.“

11. FORSCHEN, FRAGEN, VERHÖREN

Gründe, Motive, Ursachen zu finden versuchen; nach weiteren Informationen suchen, die Ihnen helfen, das Problem zu lösen:

„Wann hattest du dieses Gefühl zum ersten Mal?“ – „Warum glaubst du, die Schule zu hassen?“ – „Erzählen dir die Kinder jemals, warum sie nicht mit dir spielen wollen?“ – „Mit wie vielen Kindern hast du über die Arbeit, die sie zu tun haben, gesprochen?“ – „Wer hat dir diesen Gedanken in den Kopf gesetzt?“ – „Was willst du tun, wenn du nicht auf die Uni gehst?“

12. ZURÜCKZIEHEN, ABLENKEN, AUFHEITERN, ZERSTREUEN

Das Kind von dem Problem abzubringen versuchen, sich selbst von dem Problem zurückziehen, das Kind ablenken, die Sache scherzhaft behandeln, das Problem beiseite schieben:

„Denk einfach nicht mehr daran.“ – „Lass uns bei Tisch nicht darüber sprechen.“ – „Komm – lass uns über angenehmere Dinge reden.“ – „Wie steht’s eigentlich mit deinem Fußballspiel?“ – „Warum versuchst du nicht, die Schule niederzubrennen?“ – „Das habe ich früher auch alles durchgemacht.“

Auch wenn keiner Eltern Sein gelernt hat- niemand muss perfekt sein! Lassen sie uns gemeinsam mit den Kindern wachsen.